Feste Brennstoffe

Festbrennstoffe sind Brennstoffe, die in fester Form vorliegen. Typische Beispiele hierfür sind Kohle (als Stückkohle, Brickets, Kohlenstaub, etc.), Brennholz (z. B. in Form von Scheiten, Hackschnitzeln oder Holzpellets), Holzkohle sowie manche andere Formen von Biomasse. Auch Hausmüll kann als ein Festbrennstoff für Müllverbrennungsanlagen angesehen werden.
Gegenüber flüssigen Brennstoffen wie beispielsweise Heizöl oder gasförmigen Brennstoffen wie Erdgas weisen Festbrennstoffe meistens deutlich andere Eigenschaften auf: Häufig sind sie weniger homogen, d. h. ihre Zusammensetzung variiert räumlich in erheblichem Maße, während Flüssigkeiten und Gase natürlicherweise durchmischt und deswegen relativ homogen werden.
Beispielsweise kann Brennholz Anteile unterschiedlicher Baumarten und unterschiedlicher Teile eines Baums (beispielsweise Kernholz, Rinde, Äste) enthalten, und Teile davon können feuchter sein als andere. Festbrennstoffe enthalten häufig auch diverse nicht brennbare Substanzen, die zur Bildung von Reststoffen wie Asche beitragen. Bei der Verbrennung von Festbrennstoffen tritt eine starke Inhomogenität schon dadurch auf, dass feste Stücke von Brennstoff und gasförmige Flammen zusammenwirken. Oft gibt der Brennstoff bei Erhitzung gasförmige Substanzen ab, die dann die Flammen nähren. Zum Teil erfolgt auch eine direkte chemische Reaktion an der Grenzfläche von Feststoff und Gas.