Die Aufbereitung mineralischer Abfälle

Mineralische Abfälle und darunter insbesondere die Bau- und Abbruchabfälle sind deutschlandweit der mengenmäßig größte Abfallstrom. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Wiesbaden (2011) fielen in Deutschland 2010 insgesamt 193,3 Mio Tonnen und 2011 sogar 199,54 Mio Tonnen Bau- und Abbruchabfälle (einschließlich Straßenaufbruch) an. Dies sind 51,6 % des Gesamtabfallaufkommens in Deutschland (2011).

Abfallerzeuger und - besitzer sind gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (§ 7 (2) KrWG) verpflichtet, ihre mineralischen Abfälle ordnungsgemäß und schadlos zu entsorgen. Eine Beauftragung Dritter mit der Erfüllung der Entsorgung ist zwar möglich, die Verantwortung für die ordnungsgemäße und schadlose Verwertung obliegt aber weiterhin dem Erzeuger und Besitzer der Abfälle (§ 22 KrWG). Mineralische Abfälle werden i.d.R. nach der Systematik der europäischen Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) eingestuft, ihrer Herkunft nach zugeordnet und bezeichnet (AVV Nr.). Die AVV unterscheidet zwischen ungefährlichen und gefährlichen Abfällen. Gefährliche Abfälle werden dabei mit einem * gekennzeichnet.